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Der Rettenbachgletscher
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So manche Skifahrer die am Rettenbach Gletscher ihre ersten Schwünge in den Schnee des nächsten Winters ziehen, glauben dass ihre Augen von den nächtlichen Partys in Sölden noch getrübt sind, oder was ist sonst los: Ist nicht gerade Olympiasieger Benni Raich mit im 4-er Sessellift hochgefahren, die fesche Deutsche und ebenfalls Olympiasiegerin Maria Riesch ruhte sich gerade an der Gletscher-Bar etwas aus und genießt die Tiroler Gletschersonne, relaxt und lauscht der Partymusik. Norwegens Star Aksel Lund Svindal ist immer für einen Spaß zu haben. US-Star und Sölden Fan Bode Miller posiert in aller Ruhe für Fanfotos während der Schweizer Skistar Didier Cuche zwischen seinen Trainingsläufen mit Pistenbully Fahrern und den Arbeitern des Pistenkommandos plauscht. Ein buntes Bild zeichnen die Stars des AUDI FIS Ski World Cup im Vorfeld in Sölden.
Der Weltcuphang mit Start auf einer Höhe von 3040 m ist vollgespickt mit hunderten Torstangen aller Farben. Für den Laien grenzt es an ein Wunder, dass alle Rennläufer den richtigen Kurs finden. Skifahren auf höchstem Niveau scheint hier am Rettenbach Gletscher ein Familienskifest zu sein. Natürlich wird es dann ernst, wenn es gilt sich für das Weltcup- Opening am 22. und 23. Oktober zu qualifizieren. Fast alle Nationen fahren solche Ausscheidungsrennen. Wenn dann am Nachmittag die Schatten länger werden, die vielen Torstangen sauber verpackt in der Talstation verstaut sind und die Pisten Bullys ausschwärmen um die Piste wieder für den nächsten Tag zu präparieren, stecken die Fachleute noch gerne ihre Köpfe zusammen, fachsimpeln über alle Nationen hinweg. Es wird gerätselt wer dieses Jahr die dominierende Skipersönlichkeit wird.
Alle LäuferInnen und Trainer, Serviceleute und Verbandsfunktionäre nehmen das Auftaktrennen sehr ernst und nur jene, die nach dem Rennen mit leeren Händen – sprich ohne Punkte dastehen, versuchen dem Auftakt Trainingscharakter unterzujubeln.
„Sölden ist wichtig, denn wenn du da nicht dabei bist grübelst du über Zeitrückstände 3 – 4 Wochen lang nach. Später im Winter ist das nächste Rennen in wenigen Tagen und damit die nächste Chance.“ meint ÖSV Trainer und Rennleiter Rainer Gstrein.
Die Gletscher Weltcuprennen in Sölden ist für die Zuschauer sehr bequem und leicht zu erreichen. Mit PKW oder Shuttlebus (ist im Eintrittspreis inkludiert) gelangt man über die 13 km lange Panoramastrasse (ist übrigens Europas höchste) an den Parkplatz des Gletscherstadions. Vom Ziel aus ist fast der gesamte Rennhang einzusehen. Lediglich der Start und die 3 – 4 Tore im flachen Teil des Gletschers sind vom Ziel aus nicht sichtbar. Diese zuseherfreundliche Gestaltung ist wohl auch Grund dafür, dass die Zuschauermassen in den letzten Jahren zum Gletscher pilgerten. 20 000 Skifans erwartet man an beiden Tagen zusammen in Sölden. Ein eigenes Fanclub-Programm wird in Sölden seit Jahren organisiert. Zahlreiche Fanclubs haben ihr Kommen angekündigt.
In Sölden werden Sportfeste am Gletscher und Oktoberfeste im Dorf gefeiert. Das Schöne am Weltcupwochenende in Sölden ist: Will man selbst skifahren, kann man das fast uneingeschränkt tun, denn für den Weltcup ist lediglich ein Pistenabschnitt in der Breite von 50 – 60 m gesperrt, was auf dem 6 km² Gletscherareal keinerlei Beeinträchtigungen bedeutet. Das Allerbeste: Als Skifahrer mit gültigem Skipass spart man sich sogar den Eintritt für das Weltcupspektakel und kann auf der gesamten Piste den Skistars auf die Beine schauen, vielleicht sogar mit ihnen Lift fahren.
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